Katholische Schulen verstehen sich selbst als eigenständige Ausprägungen von Kirche, weil sich auch mitten im Schulalltag Gott "ereignet" und erfahrbar werden kann: durch aufrichtende menschliche Begegnungen zwischen den Schülerinnen und Schülern, durch Erfahrungen des Zuhörens und Gehört-Werdens, im solidarischen Einsatz für andere und vieles mehr.

Katholische Schulen sind zunehmend Orte einer erstmaligen Begegnung mit dem Evangelium und der Erfahrung mit gelebtem Glauben. Hier erleben Schülerinnen und Schüler, Eltern, aber auch alle Mitarbeitenden den Glauben nicht als verpflichtende Norm oder als formale Eingangsvoraussetzung, sondern lernen ihn als sinnstiftendes und lebensförderndes Angebot kennen und wachsen in ihn hinein.

Dazu gehört, dass das christliche Menschenbild auch in den "Alltagsvollzügen" des Schullebens deutlich erkennbar ist - im täglichen Umgang miteinander, in einer kollegialen Arbeitsatmosphäre, im ernsthaften Ringen um sachliche Lösungen, in der Gestaltung der Leistungsbeurteilung bis hin zur Frage des Umgangs mit Versagen, Fehlern oder Konflikten. Im Hinblick auf die religiöse Bildung und Beheimatung von Schülerinnen und Schülern, von Eltern und Mitarbeitern, gehört es zum Selbstverständnis Katholischer Freier Schulen, neben der Einführung in traditionelle christliche Symbole und Rituale, eigene Formen zu entwickeln, um ihren Glauben auszudrücken und zu leben.

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